Wechselbad der Gefühle

28.08.2017 | FC Rebstein |   1. Mannschaft

Rebstein lag nach 75 Minuten 0:3 zurück. Danach holte es mit drei Toren in der Schlussviertelstunde doch noch einen Punkt.

«Da git hüt nünt meh», hörte man nach 75 Minuten auf der Tribüne des Sportplatzes Wühre. Der zahlreich nach Appenzell ­gereiste Rebsteiner Anhang war enttäuscht über eine schwache Leistung der Rheintaler. Man hätte auf die Polverino-Elf zu diesem Zeitpunkt tatsächlich keinen Rappen mehr gewettet. Offensiv lange Zeit ohne die gewünschte Durchschlagskraft, war auch die Verteidigung gegen die anfangs geschickt über die Flügel agierenden Appenzeller gefordert. Vor allem mit dem schnellen Koch – dem Schützen des 1:0 – hatte die Rebsteiner Defensive viel Arbeit.

Appenzell wie der sichere Sieger

Bereits nach drei Minuten setzte Koch einen Kopfball nur knapp über das von Jannes Zünd gehütete Rebstein-Gehäuse. Ein erster Aufreger war die Möglichkeit von David Köppel, der nach einer Koch-Flanke den Ball nur knapp neben das Tor setzte. In der Folge blieben die Innerrhoder die gefährlichere Mannschaft. Dennoch hatte Rebstein in der 33. eine gute Möglichkeit, als die Einheimischen den Ball kurz vor der Linie entschärfen konnten. Im Gegenzug ging Appenzell in Führung. Raphael Koch setzte sich auf der rechten Seite durch und konnte den Ball am chancenlosen Jannes Zünd vorbei ins ­lange Eck spedieren. Ein Lleshi-Kopfball, der Torhüter Prekop zu einer Intervention zwang, und ein Tor von Rico Köppel, das wegen einer Abseitsstellung aber annulliert wurde, blieben die einzigen Rebsteiner Offensiv-Aktionen. Nach dem Tee nahmen die Appenzeller das Zepter wieder in die Hand. In der 58. kam der Ball zum völlig frei stehenden Jonas Signer, der zum 2:0 einschoss.

Dreifachwechsel zahlt sich aus

Rebstein setzte nun alles auf eine Karte und versuchte, die Offensive mit einem Dreifach-Wechsel zu stärken – ein Wechsel, der sich noch auszahlen sollte. Vorerst war aber wieder Appenzell am Drücker. Der Schuss von Lars Manser ins lange Eck war in ­Minute 75 die – vermeintliche – Entscheidung zum 3:0 für die Gastgeber. Der Himmel hatte mittlerweile die Schleusen über der Wühre geöffnet – eine Szenerie, wie sie wohl zu diesem Zeitpunkt nicht besser zum Befinden des Rebsteiner Fussballherzens gepasst hätte. Viele Zuschauer verliessen die Tribüne und suchten Schutz vor den starken Regenfällen. Sie verpassten aber eine denkwürdige Schlussviertelstunde. Nur zwei Minuten nach dem dritten Treffer der Appenzeller verkürzte Simon Schranz nämlich auf 1:3. Und gut zwei Zeigerumdrehungen später stand es nur noch 2:3. Simon Schranz verwertete ein Zuspiel von Florian Nüesch zum Anschlusstreffer. Sowohl die Flanke von Nüesch als auch der Kopfball von Schranz hätten aus dem Fussball-Lehrbuch stammen können.

Nun hatte Rebstein endlich das Oberwasser, das sich die Fans vorher so sehr gewünscht hätten. Florian Nüesch sah seinen sehr guten Kopfball in der 85. mirakulös vom Appenzeller Schlussmann pariert. Doch Lukas Dierauer sicherte seiner Mannschaft eine Minute vor Schluss mit einem unhaltbaren Schuss aus 16 Metern den nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn. Der verständlicherweise wie ein Sieg gefeiert wurde.

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