Heimspiel zum Dritten

20.04.2018 |   1. Mannschaft, Allgemein

Liebe Matchbesucherin, lieber Matchbesucher

Der FC Rebstein begrüsst euch zum dritten Heimspiel in Folge auf der Birkenau. Ein besonderer Gruss geht an unsere Gäste vom FC Uznach und seine hoffentlich zahlreichen Fans.

Beim FC Uznach beginnen wir gleich: In der Tabelle liegt der heutige Gegner mit vier Siegen, fünf Remis und fünf Niederlagen auf dem achten Rang. Auf den ersten Blick erweckt dies den Eindruck, dass Rebstein heute ein Pflichtsieg bevorsteht – bei Uznach lohnt es sich aber, genauer hinzusehen. Zuerst einmal auf die letzten Ergebnisse, die wir auch wegen unserer letzten Gegner einordnen können: In Rüthi gewann der FCU 4:2, in Triesenberg unterlag er 1:2, gegen Appenzell gab es ein 2:2, zuvor (im November) in Speicher ein 4:4 und gegen Rheineck ein 1:2. Das zeigt vor allem eines: Die Mannschaft ist unberechenbar. Mit Teufen und Appenzell haben nur zwei Teams der 3. Liga, Gruppe 2, mehr Tore geschossen als Uznach. Es gibt aber auch nur vier Mannschaften, die mehr Tore kassiert haben.

Uznach ist ohne grosse Umschweife als Spektakelmannschaft zu bezeichnen, deren Stärken mehr in der Offensive als in der Defensive liegen. Dies zeigte auch das Hinspiel an der Benknerstrasse. In diesem lag Rebstein zuerst 0:1 hinten, dann 3:1 vorne, dann ging die Partie 3:3 aus. Es hätte auf beide Seiten kippen können, die Punkteteilung war schlussendlich gerecht. Das – und die letzten Ergebnisse – zeigt: Uznach kann es in dieser Liga mit jedem Gegner aufnehmen. Bis auf Schaan kann es aber auch jeder Gegner mit Uznach aufnehmen. Die Vorzeichen stehen deshalb gut, dass wir heute ein spannendes Spiel erleben dürfen.

Spannung ist für Rebstein in dieser Saison wahrlich kein Fremdwort. Wer auch nur eine Minute vor Abpfiff den Sportplatz verlässt, ist selbst Schuld. Das zeigte sich am letzten Sonntag einmal mehr: Zum vierten Mal in dieser Saison vollbrachte Rebstein eine Aufholjagd, wie sie nur mit viel Moral und Willen zustande kommt. Gegen ein sehr effizientes Triesenberg lag unser Eins nach 60 Minuten 0:3 hinten und spätestens als der heute gesperrte Dierauer in der 70. Minute mit Gelb-Rot vom Platz flog, glaubte kaum mehr jemand an Rebstein. Dann fielen die Tore aber plötzlich: In der 81. Minute verkürzte Lleshi per Kopf auf 1:3, drei Minuten später war es Nüesch, der das 2:3 erzielte. Rebstein powerte nun, warf alles nach vorne, von der numerischen Unterlegenheit war nie etwas zu sehen. Und Rebstein belohnte sich. In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Schranz zum 3:3.

Es war ein Punktgewinn, der sich wie ein Sieg anfühlte. Es hätten aber, bei einer besseren Chancenverwertung in Halbzeit Eins, auch drei Punkte sein können. So hat Rebstein neu 30 Punkte auf dem Konto, gleich viele wie Verfolger Besa, das nur noch dank der tieferen Anzahl Strafpunkte hinten liegt. Zwei Längen dahinter folgt Rheineck, das aber ein Spiel weniger hat. Fünf Punkte weniger hat Uznachs letzter Gegner Rüthi, das zurzeit aus der Spitzengruppe ausgeschieden zu sein scheint.

Das könnte sich in dieser unberechenbaren Liga aber auch wieder ändern, besonders wenn Rüthi beim Direktduell gegen Rebstein am nächsten Samstag (Anpfiff auf dem Sportplatz Rheinblick ist um 16 Uhr) seinen Sieg aus der Vorrunde wiederholt. Wir hoffen auch in Rüthi auf den zahlreichen, treuen Rebsteiner Anhang – zuerst gilt es aber noch, die Jungs aus Uznach niederzuringen. Auch dafür ist eure Unterstützung gefragt.

Hopp Räbschta!

[Matchblatt_2018 Nr.03]

Text: Remo Zollinger / Bild: Hansueli Steiger