Heimspiel zwei von drei

13.04.2018 |   1. Mannschaft, Allgemein, Birkenau 2025

 

Wir freuen uns, euch zum zweiten von drei Heimspielen nacheinander zu begrüssen. Zu Gast ist der FC Triesenberg, den wir mit seinem Anhang herzlich willkommen heissen. Die Liechtensteiner, vor denen unser Liechtensteiner Trainer Daniele Polverino regelmässig warnt, sind mit einem 2:1 gegen Uznach (unser nächster Gegner) in die Rückrunde gestartet. Das erste Spiel hatte verschoben werden müssen. Dass Triesenberg ein harter Brocken wird, zeigt ein Blick auf das Hinrundenduell: In der 91. Minute lag unser Eins noch 1:2 hinten – dann vollbrachte es eine wundersame Wende und der FCR ging als 3:2-Sieger vom Feld. Diese Erinnerung ist Warnung genug.

Eine Wende brauchte es am letzten Sonntag nicht. Gegen Appenzell trat unser Eins sicher auf und gewann 2:0. Ein Rückblick gibt’s im nächsten Matchblatt, hier geht’s nochmals um die Abstimmung vom 3. April – und zuerst um die Gönnervereinigung FCR GO GO GO. Wir möchten es nicht unterlassen, ihr einmal mehr einen herzlichen Dank für ihr Engagement auszusprechen. Wie üblich lud sie vor dem ersten Rückrunden-Heimspiel zum Apéro. Präsident Ernst „Apollo“ Gruber lud die Mitglieder besonders dazu ein, die Spiele der Rebsteiner Mannschaften auch zu besuchen. Dieser Einladung können wir uns natürlich nur anschliessen.

Und nun nochmals kurz zur Bürgerversammlung…

Um 21:09 Uhr war’s soweit

„Nehmt eure Frauen, Eltern, Schwiegereltern und Nachbarn mit!“, schreibt einer. Ein anderer: „Jeder muss kommen, ihr findet für die Kinder sicher einen Babysitter!“ Vor der Bürgerversammlung am 3. April glühen die WhatsApp-Gruppen der Rebsteiner Teams. Die in der Gemeinde stimmberechtigten Spieler, Trainer und Vorstandsmitglieder gehen an diesem Dienstagabend nicht ins Training, sondern ins Progy. Stillsitzen, Mund halten. Zahlen statt Bälle, Anträge statt Tore. Doch sie schiessen an diesem Abend das wichtigste Tor.

Auch Ehrenpräsident Otto Graf ist gekommen, er nimmt ganz vorne Platz. „Ich tippe auf ein 80 zu 20“, sagt er optimistisch. Sein Optimismus ist der Grundtenor, denn der FC hat es geschafft, Mitglieder und Umfeld zu mobilisieren. 347 Stimmberechtigte sind erschienen, das sind deutlich mehr als in den letzten Jahren. Viele sind dem FC zuzurechnen, viele der älteren Generation um die Gönnervereinigung, die auch nochmals darauf hingewiesen hatte.

Pünktlich um Acht geht die Versammlung los. Zuerst ist die Oberstufe dran, dann die Primarschule. Waren eigentlich jemals so viele FC-Mitglieder so gut informiert über den Geschäftsgang der Schulen? Es ist zu bezweifeln. Immerhin: „Er hat kein Wort zu viel gesprochen“, sagt Otto Graf über den Schulpräsidenten. Was er meint: Jetzt geht’s für den FC erst richtig los, langsam wird’s heiss. Gemeindepräsident Andreas Eggenberger tritt ans Mikrofon.

Auch bei ihm geht’s erstmal um die Zahlen. Sie sind gut, doch es ist zu merken: Die Tschutter haben langsam genug von Mehrerträgen, von Ertragsüberschüssen und Minderaufwänden. Von diesen Worten, die in jeder Rechnung zu finden sind und darüber urteilen, ob eine Gemeinde im letzten Jahr gut gearbeitet hat oder nicht. Sie wollen wissen, ob die Gemeinde dem FC die 4,7 Millionen Franken zuspricht, die ihrem Beitrag ans Projekt „Birkenau 2025“ entsprechen. Mit jedem Wort des Gemeindepräsidenten nähert sich die Versammlung dem Traktandum 3, die Spannung steigt.

Der Gemeindepräsident spielt erstmal das Video des FC ab. Die Tschutter kennen es natürlich alle, trotzdem ist es wohl ein Grundstein zum Erfolg: Mit der witzigen Einleitung und der sachlichen Erklärung hat der FC das Projekt vielen nähergebracht, die ihm vielleicht anfänglich skeptisch gegenübergestanden hatten. Danach geht’s nämlich ziemlich schnell: Am Mikrofon meldet sich keiner, die Gegenstimmen an der Abstimmung sind an zwei Händen abzuzählen. Das war’s. Es ist geschafft, fast schon ein wenig unspektakulär.

Kaum ist der Antrag mit überdeutlicher Mehrheit angenommen, glühen die WhatsApp-Gruppen wieder. Der FC Rebstein hat – mit grosser Mithilfe des Gemeinderats und der Rebsteiner Stimmbürger – sein wichtigstes Tor seit langer Zeit geschossen. In der Beiz, in der sich der FCR nach der Versammlung trifft, sind Freude und Erleichterung zu spüren. Lieder werden angestimmt, Bierfässer angestochen. Es ist geschafft, jetzt kann die Arbeit losgehen.

[Matchblatt_2018 Nr.02]

Text: Remo Zollinger / Bild: Hansueli Steiger