Ja zu Fussballplatz und Hallenbad

04.04.2018 |   Allgemein, Birkenau 2025

Über 6 Mio. Franken bewilligte die Bürgerversammlung gestern für den Fussball und für den Schwimmsport – und das fast ohne Gegenstimmen und bei einer Beteiligung, wie es sie in Rebstein noch selten gab.
Max Tinner – www.rheintaler.ch
Gestern wurde auf dem Fussballplatz Birkenau nicht trainiert. Der FC Rebstein hat stattdessen alle in der Gemeinde stimmberechtigten Vereinsmitglieder an die Bürgerversammlung aufgeboten. Diese war denn mit 347 Teilnehmern so gut besucht wie kaum je: bei 2566 Stimmberechtigten Ende Jahr ergibt sich eine Beteiligung von fast 14 %.Grund für den Grossaufmarsch waren die 4,7 Mio. Franken, um die der FC die Gemeinde für die Sanierung und Erweiterung seiner Sportanlagen in der Birkenau ersucht hatte. Und die Versammlung sprach den Kredit diskussionslos und fast einstimmig. Lediglich etwa ein halbes Dutzend Gegenstimmen waren auszumachen.Dass die Abstimmung dermassen deutlich ausfiel, mag auch am Video gelegen haben, mit dem der FC der Bürgerschaft sein Anliegen erklärte – besser als es der Gemeindepräsident mit Worten allein gekonnt hätte. Beeindruckt vom Abstimmungsergebnis – und dankbar – zeigte sich dann auch FC-Rebstein-Präsident Pascal Roth: «Das ist ein riesiger Vertrauensbeweis, der uns entgegen gebracht wird – wir wissen das zu schätzen», meinte er und versprach, dass mit dem Geld verantwortungsvoll umgegangen werde.

Insgesamt werden innert der nächsten sieben Jahre 5,7 Mio. Franken in die Birkenau gesteckt. Nebst dem Gemeindebeitrag bekommt der Verein 600000 Franken aus dem Sport-Toto-Topf; 400000 Franken bringt er selbst auf. Mit dem Geld wird der Rebsteiner Fussballplatz den heutigen Bedürfnissen angepasst. Als er vor Jahrzehnten gebaut wurde, sei der Platz für die damalige Grösse des Vereins perfekt gewesen, meint Manfred «Mämf» Bischofberger im Video. Doch heute sei der FC um ein Mehrfaches grösser. 190 Junioren und 150 Erwachsene trainieren mehrmals die Woche auf der Anlage. Der FC sei damit der grösste Verein der Gemeinde und für die Jugendförderung von unschätzbarer Bedeutung, betonte auch Gemeindepräsident Andreas Eggenberger.

Noch deutlicher fiel die Abstimmung über die Beteiligung am neuen regionalen Hallenbad in Altstätten aus. Lediglich ein, zwei Gegenstimmen waren zu sehen. Hier zahlt Rebstein gut 1,9 Mio. Franken an den Bau. Ausserdem jährlich an die 50000 Franken ans Defizit und für die Bildung von Reserven für eine künftige Erneuerung.

Rechnung und Budget der Politischen Gemeinde wurden ebenso diskussionslos gutgeheissen wie jene der Primarschulgemeinde und der Oberstufenschulgemeinde. Ausserdem wurden die Gemeindeordnungen der beiden Schulgemeinden angepasst. Dies war nötig, damit im Zuge der Fusionsabstimmung von Rebstein und Marbach über die Eingemeindung der Schulen in eine Einheitsgemeinde an der Urne abgestimmt werden kann.

Die einzige Wortmeldung während der Schulbürgerversammlungen bezog sich auf die letztes Jahr erneuerte Progyhalle: Die Fluchtwege seien unbedingt besser zu signalisieren, mahnte Christoph Rohner.