Pokalturnier als Cup-Hauptprobe

10.07.2018 |   Pokalturnier

«Fussball und ich – das ist eine grosse Liebe», sagt Häbi Kühne. Deshalb ist es auch klar, dass der Montlinger am Pokalturnier die Schuhe schnüren wird: «Wir müssen für unsere Leidenschaft alle am selben Strick ziehen.»

Dreimal stand das Team von Häbi Kühne am Pokalturnier bisher im Final. 2011 gewann Montlingen – ohne ihn. Zweimal spielte er selber im Final und verlor. «Dieses Jahr will ich das Pokalturnier erstmals richtig gewinnen», sagt Kühne, der am 1. August seinen 30. Geburtstag feiern wird.

Dankbar, Fussball spielen zu können

Vor 14 Jahren spielte er sein erstes Pokalturnier. Seither ist er – ausgenommen von einem Abstecher zu Altstätten – Spieler der ersten Mannschaft des FC Montlingen, spielte wenn immer möglich am Traditionsturnier. An zwei oder drei Austragungen war er verletzt. Seit Geburt kämpft er mit Hüftproblemen. Vier Operationen hatte er hinter sich, zwei auf jeder Hüftseite. Seit einem Jahr geht er mit einem künstlichen Hüftgelenk durchs Leben. Vor der Operation sei es ihm mulmig gewesen. Doch Arzt Felix Buschor motivierte ihn. «Ans Aufhören habe ich nie gedacht und die Angst war schliesslich unbegründet.» Heute geht es ihm gut und er ist dankbar, dass er wieder Fussball spielen kann: «Mein grösstes Problem aber ist, dass ich wohl auch die linke Hüfte erneut operieren muss.»

Widnau und Rebstein, dann Basel

Am Pokalturnier freut sich Häbi Kühne auf den Austausch mit Spielern der anderen Teams und den Schiedsrichtern: «Die Gespräche rund um das Pokalturnier ermöglichen es, Gegenspieler und Unparteiische neben dem Fussballfeld kennen zu lernen.»

Als grösste Widersacher im Kampf um den Sieg nennt er Widnau und Altstätten. Zum Vergleich des Erstgenannten kommt es gleich in der ersten Partie, heute Mittwochabend ab 17.45 Uhr. «Ich hoffe und bin überzeugt, dass aus unserer Mannschaft diesem Sommer nur wenige in den Urlaub fahren.» Der Grund ist klar: Das Cupspiel Mitte August gegen den FC Basel, der allein in den letzten 15 Jahren zwölfmal die Schweizer Meisterschaft für sich entschied. Das Pokalturnier erachtet er als ideale und ernsthafte Vorbereitung sowie gute Standortbestimmung hinsichtlich der Meisterschaft: «Und natürlich dürfen auch die coolen Abende nicht fehlen.»

Das Höchste im Amateurfussball

Er gehe immer zufrieden ins Training und danach auch wieder nach Hause, erzählt Kühne. Im Team spüre man, dass das Hobby Fussball mit Freude ausgeführt werde: «Jetzt, wo in rund einem Monat das Spiel der Spiele gegen den FC Basel ansteht, sind die Spieler noch motivierter, bestreiten die Trainings noch leidenschaftlicher.» Bereits zweimal hat Kühne in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups gespielt. 2013 mit dem FC Altstätten gegen Wohlen (0:5) und 2009 mit Montlingen vor 1700 Zuchauern gegen Lugano (0:4). Jetzt ist er besonders gespannt auf das Duell gegen Basel: «Dieses Spiel ist das höchste der Gefühle und tut dem FC Montlingen als Verein gut.» Die Partie sei für alle Spieler und die Trainercrew wahrscheinlich einmalig: «Mehr kann man als Amateurspieler nicht erreichen.»