St.Margrethen triumphiert, Rebstein verliert

29.10.2018 |   1. Mannschaft

Das Duell zwischen dem FC Rebstein und dem FC St.Margrethen war äusserst einseitig. Die Gäste gewannen auch in dieser Höhe verdient mit 5:1 (2:0) und können sich nun nach vorne orientieren.

Remo Zollinger

Langsam dürfte sich St.Margrethen-Trainer Leo Simonelli über die zu Saisonbeginn verlorenen Punkte aufregen: Seine Mannschaft ist in den letzten Wochen in hervorragender Spiellaune und gewinnt die Spiele deutlich und in Serie. Auf das 3:0 gegen Au-Berneck und das 3:0 gegen Buchs liessen die Unterrheintaler ein 5:1 in Rebstein folgen. Das Resultat spiegelt das Spielgeschehen gut wieder, denn die Simonelli-Elf war wirklich um diese vier Tore besser als ihr Gegner. Rebstein gelang es nicht, an die Leistung beim Sieg vor einer Woche in Montlingen anzuknüpfen.

Den Grundstein zum St.Margrether Sieg legten die begnadeten Offensivspieler Valdet Istrefi und Rijad Abazi. Beide zeichneten sich als Doppeltorschützen aus, für Istrefi waren es die Treffer acht und neun in dieser Saison. Die beiden dribbelten sich teils nach Belieben durch die bedauernswerte, aber auch ungenügende Rebsteiner Abwehr – bis Simonelli diese erlöste, indem er die besten zwei Spieler vom Feld nahm. Das 1:0 schoss Istrefi nach schönem Hajrullahu-Pass (23.), das 2:0 Abazi nach einem Abpraller aus dem Hinterraum (34.). Nach der Pause entschieden die beiden mit einem Doppelschlag die Partie: Sowohl Istrefi wie auch Abazi trafen bei ihren sehenswerten Schlenzer-Toren aber auch auf wenig Gegenwehr.

Die Gäste lassen den Ball und den Gegner laufen

Die vier Tore dokumentieren St.Margrethens Überlegenheit, denn den Gästen gelang es nach ausgeglichenem Beginn, in dem auch Rebstein anständig mitspielte, das Heft in die Hand zu nehmen. St.Margrethen liess oft den Ball durch die eigenen Reihen laufen, um dann mit einem Steilpass die brandgefährlichen Stürmer zu lancieren. Rebstein hatte nur wenig dagegen auszurichten, agierten die Gäste doch sehr ballsicher. Es war nicht so, dass der FCR keinen Einsatz gezeigt oder sich keine Mühe gegeben hätte – doch es reichte einfach nicht, zwischen den beiden Mannschaften war ein zu grosser Unterschied auszumachen. Das zeigte sich in der zweiten Halbzeit besonders, nach dem vierten Tor lief Rebstein dem Ball nur noch hinterher, während St.Margrethen dominierte.

St.Margrethens fünftes Goal, Rebstein mit dem Ehrentor 

Die Gäste belohnten sich dann auch mit dem fünften Tor: Kushtrim Hajrullahu profitierte von einer hervorragenden Vorarbeit Abazis über die rechte Seite und markierte im Fallen das 5:0. Der FCR war nun in der Ehre verletzt und rappelte sich auf. Was folgte, war Rebsteins beste Phase in diesem (längst entschiedenen) Spiel. Mit Vehemenz suchte die Polverino-Elf das Ehrentor. Und sie fand es: Nach einem Foul an Lukas Dierauer verwertete Rico Köppel in der 85. Minute einen Penalty.

Das 1:5 war nicht mehr als eine Ehrenmeldung – eine, die sich der FCR für sein Aufbäumen nach dem fünften Gegentor verdiente, die aber auch zustande kam, weil St.Margrethen in der Schlussphase doch den einen oder anderen Gang zurückschaltete. Zuvor hatten die Unterrheintaler gezeigt, ein gutes Team zu sein und in der Tabelle ins erste Drittel zu gehören. Der FC Rebstein verbleibt demgegenüber auf dem letzten Rang mit nur fünf Punkten. Für ihn dürfte es äusserst schwierig werden, die Liga zu halten.

 

FC Rebstein – FC St.Margrethen 1:5 (0:2)

Birkenau – 160 Zuschauer – SR: ??

Tore: 23. Istrefi 0:1, 34. Abazi 0:2, 52. Istrefi 0:3, 55. Abazi 0:4, 73. K. Hajrullahu 0:5, 85. Köppel (Penalty) 1:5.

Rebstein: Stierli; D. Eugster (46. Köppel), Haltiner, Böhrer, Dürr; Y. Kuster (69. Kocabas), Tomasic, Dierauer, Aydin (61. Creo), Nüesch; Maier (46. Sopi).

St.Margrethen: Dastan; Idrizi, Shoshi, Memeti (65. Sinani), Karahasanovic; K. Hajrullahu, Eris, Lütolf (69. Cetinkaya), L. Hajrullahu; Abazi (77. Ramadani); Istrefi (59. Forgia).

Gelbe Karten: 15. Istrefi (Ballwegschlagen), 75. Dürr (Foul).

 

Einige Impressionen des Spiels auf Facebook

(Bilder: Hansueli Steiger)

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