Seit der Vereinsgründung immer im Final

22.07.2019 |   Pokalturnier

www.rheintaler.ch – Yves Solenthaler – Am 56. Pokalturnier fielen in 29 Spielen (1220 Minuten) 71 Tore, das sind exakt gleich viele wie im letzten Jahr.

Fussball Auffällig ist, dass nicht eine Partie torlos endete. Pro 90 gespielten Minuten sahen die Zuschauer 5,2 Tore. Auch die Tatsache, dass es kein 0:0 gab, unterstreicht die meist offensive Haltung am Vorbereitungsturnier. Das sagt aber nichts aus über das Leistungsvermögen, im Gegensatz zu dieser Zusammenfassung.

1. FC Rorschach-Goldach 17

In den drei Austragungen seit es den Verein gibt, hat RoGo immer den Final erreicht und zweimal gewonnen. Das ist Dominanz, auch wenn die Gäste vom Bodensee in den Gruppenspielen selten danach spielten. Eindrücklich war dann aber, wie das Team von Trainer Olaf Sager im Halbfinal Widnau auflaufen liess. Rorschach war bereit, wenn es darauf ankam.

2. FC Altstätten

Der FCA gewann am Mittwoch zweimal ohne zu brillieren und brauchte dennoch Glück, um in den Halbfinal zu kommen. Am Samstag steigerte er sich und stand nahe vor dem Turniersieg. Eine gewisse Grundstabilität zeichnet die Altstätter Mannschaft aus. Nur bei den drei Gegentoren gegen Steinach in fünf Minuten wankte dieses Fundament.

3. FC Widnau

Trotz des Gruppensiegs wirkte es schon in der Vorrunde nicht überzeugend, was Widnau bot. Im «Viertelfinal» gegen Au-Berneck setzte sich Widnau noch knapp durch. Im Halbfinal gegen Rorschach stellte der Interregio-Vertreter zwar die aktivere Mannschaft, erspielte sich aber kaum Chancen. Im Klassierungsspiel gegen Diepoldsau klar überlegen.

4. FC Diepoldsau-Schmitter

Die Rheininsler, 2018 noch Letzte am Pokalturnier, waren diesmal das Überraschungsteam. Obschon Toptransfer Sahin Irisme noch nicht dabei war, zeigte Diepoldsau erfrischenden Fussball, der gegen Au-Berneck und Montlingen mit Siegen belohnt wurde. Im Halbfinal gegen Altstätten wehrte sich der Unterklassige tapfer, gegen Widnau waren dann die Batterien leer.

5. FC Au-Berneck 05

Die Auer haben sich am Pokalturnier auch schon schlechter präsentiert. Entscheidend fürs Vorrunden-Out war die Niederlage gegen Widnau, ursächlich jedoch das 0:1 gegen Diepoldsau. Da nützten starke Auftritte gegen Montlingen und Rüthi nichts. Mit zwei Erfolgen im Penaltyschiessen siegreich im samstäglichen «Turnier der Ausgeschiedenen».

6. FC Rüthi

An allen drei Tagen gewannen die Oberrheintaler das erste Spiel, verloren aber das zweite. Bei besserem Fitnessstand wäre vielleicht mehr dringelegen, Trainer Anto Tomas kann dennoch zufrieden sein. Das Highlight war der zweite Derbysieg gegen Montlingen innert vier Tagen.

7. FC Steinach

In der Vorrunde gewann das 3.-Liga-Team den Pechvogelpreis: Mit acht Punkten, also ohne Niederlage, erreicht man sonst fast immer die Vorschlussrunde; Altstättens 3:3-Ausgleichstor in letzter Sekunde war der Genickschlag. Am Samstag steckte dem FCS die Enttäuschung in den Knochen, er schloss das Turnier aber mit einem Sieg gegen Rheineck ab.

8. FC Rheineck

Rheineck hat an seiner zweiten Pokalturnier-Teilnahme seit langer Abwesenheit kein Spiel gewonnen – letztes Jahr gab’s den einzigen Erfolg im Spiel um den 9./10. Platz. Trotz eines Vorrunden-Punkts weniger ist das Ergebnis ein Rang besser. Oder eher: weniger schlecht.

9. FC Montlingen

Die Kolbensteiner fingen am Mittwoch miserabel an, steigerten sich aber am Freitag beim Remis gegen Widnau. Da war es aber schon zu spät, um das Spiel gegen den letzten Rang zu verhindern. Dort gab’s gegen den Gastgeber den einzigen Sieg.

10. FC Rebstein

Die A-Junioren verstärkt mit Köppel, Eugster und Nüesch waren auf diesem Niveau überfordert. Die Gastgeber wehrten sich nach Kräften, zu mehr als einem Tor und Punkt (gegen Rheineck) reichte es jedoch nicht. Rebstein gefällt sich offenbar in der Gastgeber-Rolle: Schon in der letzten Liga-Saison haben die Birkenauer kein Heimspiel gewonnen.