Überraschung, Ernüchterung – und viel Realismus

15.11.2019 |   1. Mannschaft

Luc Sonderegger gehört zu den Jungen, die beim FC Rebstein mächtig Furore machten. (Remo Zollinger)

Rebsteins Hinrunde ging mit zwei Niederlagen zu Ende. Das trübt einen insgesamt überraschend guten Eindruck.

rheintaler.ch | Remo Zollinger

Trainer Patrick Anliker sagt: «Die letzten Spiele waren ernüchternd.» Sein Kollege Martin Eggenberger verwendet das gleiche Adjektiv, Präsident Pascal Roth sagt: «Die zwei Niederlagen zum Ende trüben den sehr positiven Eindruck von der Hinrunde.»

Der FCR schliesst diese mit einer ausgeglichenen Bilanz und 14 Punkten im Mittelfeld ab. Besonders gut war der Saisonstart, vor allem der 4:0-Sieg in Diepoldsau – und die Tatsache, dass von einem Abstiegskater wenig zu spüren war, vielmehr herrschte Aufbruchstimmung. 14 Punkte sind den Trainern «zwei, drei zu wenig». Sie waren sich aber bewusst, dass es schwierig würde: Nach dem Abstieg gab es viele Änderungen. Zu ihnen gehört das Trainerduo, das auf diesem Niveau keine Erfahrungen hatte. «Es war fast mehr Arbeit, als ich erwartete», sagt Anliker, «aber sie bereitet mir Spass, besonders wenn ich sehe, wie die jungen Spieler sich entwickeln.»

Die Jungen spielten in der Hinrunde eine so grosse Rolle wie beim FCR noch selten. Luc Sonderegger begeisterte sofort, auch Alessio Celentano spielte sich beharrlich ins Team. Andrin Cabezas und Kevin Egbon kamen auf viel Einsatzzeit, in der letzten Partie spielte auch Goalie Kim Gremminger. Eine ebenso grosse Rolle spielte aber auch die Verletzungshexe, die Rebstein oft besuchte. Leistungsträger wie Rico Köppel, Joshua Böhrer, Sven Eugster, Elion Sopi oder Daniel Niederl verpassten fast alle Spiele. Das anfangs so grosse Kader schrumpfte fast jede Woche um ein, zwei Spieler. Da überrascht es nicht, erlitt die Mannschaft zum Ende der Hinrunde einen kleinen Einbruch.

Dieser ändert jedoch nichts an Rebsteins Strategie: «Wir gehen den eingeschlagenen Weg weiter», sagt Präsident Roth. Und Anliker ergänzt: «Wir sind noch motivierter als im Sommer. Über den Winter haben wir zudem mehr Zeit, etwas eigenes aufzubauen.» Rebsteins Aufbruch wird also weiter gehen.