FC Rebstein - FC Steinach 2:1
Geschrieben von: Samuel Tanner   
Montag, den 31. Oktober 2011 um 14:25 Uhr

Tagblatt Online, 31. Oktober 2011 01:04:38

Rebsteins versöhnlicher Abschluss

Rebsteins Marco Keel behauptet sich im Zweikampf gegen seinen Steinacher Gegenspieler. (Bild: Samuel Tanner)

Im letzten Spiel der Vorrunde gelingt Rebstein ein 2:1-Sieg gegen Steinach. Die Spieler von Michael Lehnherr und Marc Stüdli hatten in den entscheidenden Momenten das Glück auf ihrer Seite. Und sie hatten Matchwinner Rico Köppel.

SAMUEL TANNER

FUSSBALL. Auf Birkenau läuft die 69. Minute: Rebsteins Flügelspieler Simon Schranz erhält den Ball, schaut auf und flankt. Am anderen Ende der Passfolge wartet Rico Köppel auf den hohen Ball, fliegt ihm entgegen und trifft. Mit dem Kopf befördert er den Ball ins lange Eck zum 2:1. Dann reckt er die Arme hoch und läuft zu Simon Schranz. Er weiss, bei wem er sich zu bedanken hat.

Es war Köppels vierter Liga-Treffer in der abgelaufenen Vorrunde, und es war Rebsteins zweiter Treffer in diesem Spiel gegen Steinach. Der entscheidende.

Gewusst, wo der andere steht

Köppel und Schranz stehen für die zwei prägenden Merkmale der aktuellen Rebsteiner Mannschaft: Sie sind jung und sie sind seit den Jugendjahren im Verein. Eines der beiden Kriterien erfüllt im Moment fast jeder in den Reihen der Grün-Weissen.

Schon in der Primarschule kickten Matchwinner und Passgeber von gestern zusammen. Schon damals wussten sie, wie der andere läuft und wo der andere steht. Gestern, in der 69. Minute, profitierte der FC Rebstein davon.

Den Spielern von Lehnherr und Stüdli gelang es gestern, abgesehen vom 2:1, jedoch nur selten, einen zwingenden Angriff über mehrere Stationen vorzutragen. Dabei starteten sie gut: Unmittelbar nach dem Anpfiff kombinierten Keel, Köppel und Bektashi – Letzterer vergab aber vor dem Tor. In der Folge taten sich die Oberrheintaler schwer. Zwar waren sie die aktivere Mannschaft, agierten im Abschluss aber zu ungenau, zu wenig mutig auch. Und die Defensive zeigte sich anfällig: Vier Minuten vor der Pause kam Steinach zu einer doppelten Chance. Erst traf aber Kapitän Matthias Klingenstein nur die Latte, dann scheiterte Palatini mit seinem Schuss.

In der 47. Minute beanspruchte das Heimteam noch einmal Glück: Ahmeti Femi kämpfte sich bis in den Strafraum durch, wurde geschubst und fiel sofort. Der Penaltypfiff von Schiedsrichter Pascal Dette war hart. Marco Lüchinger war das egal, er traf souverän vom Elfmeterpunkt zum 1:0. Eine Führung, die nicht lange währte.

Fünf Minuten später kam Steinach über rechts – das war einer der wenigen Angriffe der Gäste – und am zweiten Pfosten stand Palatini, der die Hereingabe ins Tor schob.

Viel geredet und reklamiert

Die Oberrheintaler konnten auf den Ausgleichstreffer nicht sofort reagieren. Vielmehr verstrickten sich die Spieler in Diskussionen: Mit den Mitspielern, mit den Zuschauern, mit den Trainern, mit dem Schiedsrichter. Torhüter Roman Federer entfuhr es während der zweiten Hälfte einmal: «Jetzt seid endlich mal ruhig!»

Wenig später kam dann, in der 69. Minute, das 2:1. Die Entscheidung.

«Ich glaube, wir haben den Sieg schon verdient», sagte nach dem Spiel der 19-jährige Matchwinner Rico Köppel. «Aber klar überlegen waren wir nicht.»

Rebstein reichten an diesem Nachmittag einige gute Aktionen und einige Portionen Glück zum Sieg. Und damit zu einem versöhnlichen Abschluss der Vorrunde. Die man gut begann, dann aber mittelmässig fortsetzte und mittelmässig beendete. Mit den drei Punkten aus dem letzten Vorrundenspiel überwintert der FCR auf dem fünften Rang. Zwei Plätze vor dem FC Steinach.

 

Das Video zum Spiel finden Sie auf Rheintalkicker.ch


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