Grosse Vorfreude trotz möglichen Geisterspielen

20.06.2020 |   Pokalturnier

Die Durchführung des diesjährigen Pokalturniers vom 15., 17. und 18. Juli ist bewilligt. Die Vorfreude bei den Beteiligten ist gross, die Gruppeneinteilung steht. Einziger Wermutstropfen: Die Spiele werden wohl mit sehr wenigen oder gar ohne Zuschauer ausgetragen.

Fussball. Mit Spannung wurde an der Sportsitzung mit Vertretern aller teilnehmenden Vereine im Kino Madlen in Heerbrugg die Auslosung der beiden Gruppen für das diesjährige Pokalturnier erwartet. In der Gruppe A spielen: FC Rorschach-Goldach 17, FC Altstätten, FC Au-Berneck 05, FC Rüthi, FC Rebstein und in der Gruppe B: FC Widnau, FC Montlingen, FC Rheineck, FC Diepoldsau-Schmitter, FC Steinach. Damit kommt es bereits in den Gruppenspielen zur Wiederholung des letztjährigen Finalspiels zwischen dem späteren Sieger FC Rorschach-Goldach und dem FC Altstätten.

Turnier für 300 Personen

Ebenso viel Raum wie die Gruppenauslosung benötigte die Kommunikation des Schutzkonzeptes. Mit den derzeitigen Bestimmungen des Bundesrates ist klar: Es wird Geisterspiele geben. Maximal 300 Personen sind erwünscht, eine Präsenzliste wird geführt und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Aktuell würde das Turnier ohne Zuschauer stattfinden. Wird das Veranstaltungsverbot kommende Woche vom Bundesrat gelockert, blickt der Verein Pokalturnier-Freunde dem Turnier mit mehr Hoffnung entgegen. Durch die tatkräftige Unterstützung der Mitglieder des FC Rebstein ist das OK überzeugt, das Turnier flexibel an die Möglichkeiten anpassen zu können. «Unser oberstes Ziel ist klar, wir wollen den Spielern und Zuschauern ein gemütliches und sicheres Fussballfest bieten», so OK-Präsident Roman Federer.

Weniger Plätze, länger Fussball

Damit das Gelände korrekt umzäunt, und die Zuschauerzahl immer im Überblick behalten werden kann, wurde der Spielplan angepasst. Es wird auf zwei anstelle von drei Plätzen gespielt. Die Wochentags-Spiele sind von 18 bis 21.45 Uhr angesetzt – es wird also eine Stunde länger Fussball gespielt. Der Sieger wird bis Samstag abend ermittelt sein. Geleitet werden die Partien von Schiedsrichtertrios, einer Mischung von älteren, erfahrenen und jungen, talentierten Refs.

Wertschätzung der Vereine

Schon früh war klar, dass die Pokalturnier-Freunde den sportlichen Teil des Festes, wenn immer möglich durchführen werden. Das kommt an. Die Stimmung bei den teilnehmenden Vereinen ist gut, die Vorfreude noch grösser. «Die Antworten auf die Einladungen kamen postwendend», erinnerte sich Roman Federer und nennt es eine Wertschätzung von Seiten der Vereine. «Es ist bereits klar, dass der Verein Pokalturnier-Freunde auch die diesjährige Herausforderung gut meistern wird», ist Markus Hutter von der Sportlichen Leitung des FC Widnau überzeugt und sein Kollege Leonardo Ciardullo ergänzte: «Danke, dass der FC Rebstein so offen kommunizierte.»

Fussball ohne Feier

Giuseppe Castrovinci, Coach des FC Montlingen, ist überzeugt: «Es ist wichtig für den Rheintaler Fussball, dass er langsam wieder zur Normalität wird.» War in Vergangenheit die Party die eigentliche Lebensader des Turniers, wird der voraussichtlichen Absage des gesellschaftlichen Teils von allen Seiten relativ gelassen entgegengeblickt. «Das Feiern holen wir irgendwann nach», war Guido Böhrer, von der Sportkommission des FC Au-Berneck überzeugt und FC-Altstätten-Coach Tobia Bergmann betonte: «Jetzt freuen wir uns umsomehr auf interessante Spiele.» ak