, FC Rebstein

FCR-Gönnervereinigung hat einen neuen Präsidenten

175 Mitglieder der Gönnervereinigung «Go Go Go» des FC Rebstein erschienen am letzten Freitag zu dessen Hauptversammlung. Im Zentrum stand ein Wechsel an der Spitze des 551 Personen zählenden Vereins.

Der «Go Go Go» feierte in diesem Jahr einen runden Geburtstag und wurde 30 Jahre alt. 17 davon stand er unter der Leitung von Präsident Ernst «Apollo» Gruber, der den Verein nicht nur geprägt, sondern auch markant weiterentwickelt hat. «Als du vor 2008 im Restaurant Traube zum Präsidenten gewählt wurdest», sagte Vizepräsident Armin Langenegger bei seiner Laudatio für Gruber, «hatte der Verein 124 Mitglieder, jetzt sind es 551.» Die Zahlen seien aber nicht alles, was diese Ära ausgemacht habe.

«Du warst und bist ein Macher, ein wahrer Vereinsmensch. Die Sitzungen waren immer locker, aber doch auch professionell. Im Zentrum stand immer die Leidenschaft für den FC Rebstein», sagte Langenegger weiter. Wofür das «F» beim FC Rebstein stehe, sei nicht immer ganz klar gewesen – ob nun für Feiern oder Fussball, denn Gruber sei immer beides wichtig gewesen. Hauptsächlich sei es für Fussball gestanden, jetzt sei aber auch der Zeitpunkt, zu feiern, so der Vizepräsident. Die grosse Standing Ovation, die die HV Gruber zudachte, war ein Auftakt dafür. Nach der Laudatio ging es mit einem Metzgete-Buffet aus der Dorfmetzg «Fleischegge» weiter, ehe die ZZ Mountain Band spielte und das Fest an der Bar weiterging.

Immer ambitioniert sein, aber auch geduldig

Grund zu feiern hatten die Gönnerinnen und Gönner der Grün-Weissen aber schon zuvor. Los ging der Abend mit einem gemeinsamen Apéro bei der Kurt Köppel AG, der Garage in Marbach, die den FC Rebstein seit Jahren als Hauptsponsor unterstützt. Danach ging’s in die Rebsteiner Progyhalle, wo die HV anstand. Zu dieser erschienen 175 Mitglieder, die einen gemütlichen Abend im Kreis der «Go Go Go»-Familie verbrachten.

Eröffnet wurde diese vom Jahresbericht des scheidenden Präsidenten. Er holte weit aus, sprach über die Gründung der Gönnervereinigung im Jahr 1995 und spannte dann den Bogen in die Gegenwart. Hauptziel des Vereins sei weiter die finanzielle und ideelle Unterstützung der ersten Mannschaft und des Nachwuchses des FC Rebstein, führte Ernst Gruber an. Und sagte: «Die erste Mannschaft ist zurzeit Leader und es stehen viele junge Talente auf dem Platz. Diesen Jungs gilt der Fokus. Es ist wichtig, immer ambitioniert zu sein, aber auch geduldig. Das gilt für die Spieler und das ganze Umfeld.»

Ernst «Apollo» Gruber bedankte sich zum Ende seines Berichtes für das Vertrauen, das die Gönnerinnen und Gönner ihm 17 Jahre lang entgegengebracht haben. Er bedankte sich auch beim Vorstand des Stammvereines für die angenehme Zusammenarbeit. Für den FC Rebstein ergriff Präsident Daniel Knöpfel – wie Gruber wird auch er sein Amt an der nächsten GV weitergeben – das Wort. Er lobte den Einsatz der Gönnervereinigung, blickte auf ein sportlich hervorragendes Kalenderjahr zurück und mahnte, dass der FC Rebstein seinen Werten treu bleiben soll. Ein Thema war auch das Infrastrukturprojekt «Birkenau 2025», das wegen eines einzelnen Einsprechers ins Stocken geraten ist.

An der HV wurde nicht nur der Präsident verabschiedet

Neben Präsident Ernst Gruber wurden an der Hauptversammlung auch Hansjörg Keel und Otto Kobelt aus ihren Funktionen verabschiedet. Keel war über 20 Jahre in verschiedenen Chargen für die Gönnervereinigung tätig und legt sein Amt nun ebenfalls nieder. Er wurde an der HV nicht ersetzt, der «Go Go Go» nimmt sich die Zeit, einen idealen Kandidaten zu finden. Otto Kobelt war 22 Jahre lang Revisor. «Er war dort immer die Marbacher Vertretung», frotzelte Ernst Gruber, «und hat eine wichtige Funktion seriös und gewissenhaft ausgeführt.» Auch diesen beiden Herren dankte die HV mit viel Applaus.

Eine Menge Beifall erhielt auch Dominik Roth. Der 32-Jährige beerbt Ernst Gruber als Präsident und stellte sich kurz vor. Der langjährige Torhüter der ersten Mannschaft sagte: «Viel muss ich nicht sagen, die meisten hier kennen mich. Mir ist bewusst, dass ich in grosse Fussstapfen trete, und ich habe grossen Respekt vor der Aufgabe. Aber ich freue mich sehr darauf.» Sein Vorgänger sagte: «In seinen Adern fliesst grün-weisses Blut.» Das ist die wichtigste Voraussetzung, dass die Gönnervereinigung auch nach der Ära Ernst Gruber erfolgreich sein wird.