Cupsieger – und gleich auch Aufsteiger?
Die Ausgangslage ist sehr einfach: Gewinnt Rebstein, steht der Aufstieg in die 2. Liga fest. Gewinnt Rebstein nicht, hat er am Samstag, 13. Juni, 16 Uhr, gegen Teufen einen weiteren Matchball für den Aufstieg. Diese komfortable Lage hat sich der FCR in den letzten Wochen erarbeitet. Auf die schmerzhafte 2:3-Niederlage gegen Brühl II folgten zwei Auswärtssiege (5:1 bei Rotmonten und 2:0 bei Rorschach-Goldach II), während die St.Galler am letzten Sonntag beim 0:0 in Appenzell patzten. Rebstein hat so zwei Runden vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf Brühl II – und damit zwei Chancen, den Sack zuzumachen und den Aufstieg zu feiern.
Zu feiern gab es auch am letzten Samstag, als sich das halbe Dorf nach Wittenbach begab, wo der Final des OFV-Cups 3.-5. Liga anstand. Rebstein traf auf Rapperswil-Jona III, das bewies, weshalb es in der 3. Liga, Gruppe 4, Rang zwei belegt. Rappi ging nach weniger als zehn Minuten in Führung. Doch Rebstein reagierte rasch, glich in der 23. Minute durch einen Penalty von Luka Dursun aus. Und der FCR, unermüdlich angefeuert von den vielen Fans, die mit Cars, Autos, dem Velo oder zu Fuss anreisten, kämpfte weiter. Die Rheintaler hatten die besseren Chancen, leisteten sich aber einen Penalty-Fehlschuss und einen Lattenschuss, sodass letztlich das Elfmeterschiessen über den Ausgang des Spiels entscheiden musste.
In diesem trat Rappi zuerst an und ging durch seinen sackstarken Torhüter in Führung. Danach trafen alle Rebsteiner: Luka Dursun, Rico Köppel, Piratheesh Kamalanathan, Manoah Egbon und Malik Aliev. Dies, während Kevin Fend einen Rapperswiler Penalty hielt. Als Aliev das Leder dann humorlos ins Netz donnerte, war die Partie entschieden: Rebstein gewann 6:5, holte den Cup und qualifizierte sich für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups. Kein Wunder, wurde danach stundenlang wild gefeiert.
Auch der Mittwoch könnte ein Feiertag werden. Damit es so weit kommt, muss aber erst die Aufgabe Labinoti erledigt werden. Die Gäste gehörten lange zum Spitzenfeld der Liga. Sie stellen ein spielstarkes Team, das man nicht in die Partie kommen lassen darf. In diesem Jahr läuft es den Rot-Schwarzen mit nur einem Sieg, fünf Niederlagen und zwei Remis zwar nicht nach Wunsch, dennoch darf dieser Gegner auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Erst dann kann die nächste Feier steigen.
Ein wichtiges Spiel steht auch am Samstag um 17 Uhr an. Die zweite Mannschaft hat am letzten Sonntag auswärts Leader Rheineck 2:1 besiegt und damit den Spitzenreiter gestürzt. Der neue Leader, der FC Staad, ist nun in der letzten Runde bei uns zu Gast. Das «Zwei» hat immer noch Chancen auf den Ligaerhalt und nur einen Zähler weniger als Altstätten III. Um den Klassenerhalt zu feiern, braucht es gegen das stärkste Team der Liga aber zwingend einen Sieg. Dass Rebstein II so etwas kann, hat es am letzten Sonntag bewiesen. Doch gewinnt Staad, feiern die Seebuben auf der Birkenau den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga. Spannung ist also garantiert.
News gibt’s auch von unserer dritten Mannschaft. Sie empfing am Montagabend den FC Rorschacherberg und führte nach einer halben Stunde dank eines Doppelschlags 2:0. Die Gäste verkürzten aber noch vor der Pause 1:2 und es entwickelte sich ein intensives, teils hektisches Spiel. In diesem setzte sich Rebstein durch. Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit stand es 5:1 für unser «Drüü», das damit den Ligaerhalt geschafft hat. Gratulation!