, Knöpfel Daniel

Rheintaler Wochen auf der Birkenau

Der Begriff «Derby» wird manchmal ein wenig überstrapaziert. Natürlich, Rebstein gegen Rüthi war eines, aber ist auch Rebstein gegen Staad eines? Das sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Sicher ist aber, dass es in der 3. Liga oft zu Spielen zwischen den Birkenauern und den Seebuben kommt, es darf also durchaus von einem Rheintaler Duell mit viel Geschichte gesprochen werden.

Zu diesem empfangen wir den FC Staad und seinen Anhang herzlich auf der Birkenau. Staad belegt aktuell in der Tabelle den siebten Rang und steht damit sicher nicht dort, wo es sich dies vor der Saison vorgestellt hatte. Ins vordere Drittel wollte man, dieses ist mit zwölf Punkten Rückstand allerdings ziemlich weit weg. Dies hat das Trainerduo Voja Pekic und Aco Popadic dazu veranlasst, seine Ämter zur Verfügung zu stellen. Neu wird Staad von einem Interims-Trio betreut, das sich aus Innenverteidiger Atila, Präsident Cornel Rüst und «Zwei»-Trainer Martin Caderas zusammensetzt.

Im Hinspiel gewann Rebstein im Bützel 4:1, nach Toren von Simon Schranz, Johannes Hirschbühl und Kevin Steiger stand es bereits zur Pause 3:0. Dennoch darf der FC Staad nicht unterschätzt werden. Obwohl er dies zu selten tat, hat er seine Qualitäten auch in dieser Saison unter Beweis gestellt – etwa beim 3:0-Heimsieg gegen Besa oder zwei Wochen später, als er Rüthi mit dem gleichen Resultat auf den Rheinblick zurückschickte. Auch das letzte Spiel ging deutlich gewonnen (4:1 gegen Buchs II) und Staad hat mit Slobodan Aksic den drittbesten Torschützen aller Drittliga-Gruppen in seinen Reihen. Er hat in dieser Saison schon 14 Tore erzielt.

Dem FC Rebstein läuft’s derzeit rund. Nach einem etwas holprigen Start in die Rückrunde mit einem hart erkämpften 1:0 gegen Rorschach-Goldach II und einem 1:1 in Gams gab es zwei deutliche Siege. Zuerst 4:0 bei Buchs II, dann 3:0 gegen Rüthi. Das Spiel am letzten Sonntag war wahrscheinlich eines der besten, das der FCR in den letzten Jahren gezeigt hat. Rüthi hatte zwei gute Torchancen, abgesehen von diesen agierte die Heeb-Elf stets dominant und erzielte die Tore zum richtigen Zeitpunkt. In der dritten Minute traf der (heute gesperrte) Philip Baumgartner nach einer Ecke zum 1:0 – und auch die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, als Alessandro Gottscher in der 47. Minute auf 2:0 stellte. Der 17-Jährige war es dann auch, der das Spiel mit dem 3:0 in der 84. Minute definitiv entschied.

Rebstein liegt nun mit 35 Punkten auf Rang drei, zwei Punkte hinter Besa und deren drei hinter Leader Ruggell. Um in Tuchfühlung mit den vordersten Rängen zu bleiben, braucht es auch am Sonntag einen Sieg. Und um einen Sieg zu holen, braucht es erneut eine Leistung wie gegen Rüthi. Gehen wir’s an!